hat begonnen.
Die Aufgabe für die Wasserballer in der anstehenden Saison 2011/12: Umbruch. Grund dafür sind die Abgänge von nicht weniger als 6 Spielern aus dem Kader der ersten Mannschaft, was natürlich Auswirkungen in allen Mannschaften nach sich zieht.
Zwar
stand der eine oder andere Abgang schon im Raum, doch letztendlich wurden es
doch einige mehr. Das Ziel von Trainer Wolfgang Leißa, mit der neuen Spielzeit
einige der Jugendspieler vermehrt in der 1. Mannschaft einzusetzen, wird somit
schon von Beginn an zur Realität.
Mit Marcel Frommel, der weiterhin in der 2. Bundesliga Süd spielen möchte, verlässt Ulms treffsicherster Spieler mit 55 Treffern und zugleich einer der erfolgreichsten Torschützen der 2. Bundesliga Süd den SSV Ulm mit Ziel SG Stadtwerke München. Torhüter Michael Barisch und Center Dimitriy Mironov entschieden sich ihre Karriere zu beendet. Aus familiären Gründen zieht es nach nur einer Saison in Ulm, mit Daniel Ochs eine weitere Stütze zurück zu seinem Heimatverein SV Heidenheim 04. Federico Baiocco hat in seinem Heimatland Italien eine neue berufliche Perspektive erhalten und steht somit ebenso nicht mehr im Kader. Der letzte im Bunde ist Emil Baumeister der zum Verbandsligaaufsteiger SSV Weingarten wechselt. Insgesamt stehen somit, neben den 6 Spielern, auch 119 der 189 erzielten Tore der vergangenen Saison nicht mehr zur Verfügung.
Eine
Menge Holz, aber neben den Abgängen gibt es aber auch ein paar ‚Neuzugänge’ zu
vermelden. Mit Alexander Schaarmann kehrt ein Ulmer Eigengewächs an die Donau
zurück und wird die entstandene Lücke auf der Torhüterposition mehr als nur
füllen. Des weitern steht mit der neuen Saison nun auch Valentin Möhler der
ersten Mannschaft zur Verfügung. Er rückt mit der Empfehlung des
Torschützenkönigs der vergangenen Bezirksligasaison in den Oberligakader nach
und soll fortan hier seine Treffsicherheit unter Beweis stellen. Die in der
letzten Saison verletzungsbedingt komplett ausgefallenen Joachim Kehrle und
Sandro Krajina haben sich auch wieder fit gemeldet und bieten sich Trainer
Wolfgang Leißa als sehr gute Verstärkungen an.
Der guten Nachwuchsarbeit ist es zu verdanken, dass die Ulmer hier auf drei weitere ‚Neuzugänge’ setzen können. Mit Kevin Feucht, Till Steinhart und Eric Demberger will Trainer Leißa den Kader weiter verstärken.
Die
neue Oberligasaison hat schon vor Beginn ebenfalls mit Problemen zu kämpfen.
Statt den bisher zehn Mannschaften haben sich diesmal nur acht Teams für den
Rundenbetrieb gemeldet. Somit bekommt es der SSV Ulm mit den Reserven des
aktuellen Bundesligisten SSV Esslingen sowie dem Bundesligaabsteiger SGW
Leimen/Mannheim zu tun. Ebenfalls als stark einzustufen sind der SV Nikar
Heidelberg und der SV Ludwigsburg II. Komplettieren werden das Achterfeld die
SSG Reutlingen/Tübingen, WBG Villingen/Schwenningen sowie der
Verbandsligaaufsteiger VfL Sindelfingen.
Insgesamt wartet eine schwere Saison auf den SSV Ulm, aber Trainer Wolfgang Leißa und Kapitän Markus Adolph sind sich dessen bewusst und haben die Vorbereitungsphase den Umständen entsprechend angepasst. So wird nun vermehrt auf die Stärken im Spiel Mann gegen Mann wert gelegt, da man mit Frommel und Mironov zwei etatmäßige Centerspieler verloren hat und wohl mehr auf wechselnde und ‚einschwimmende’ Center setzen muss.
Abschließen
kann man sagen, dass diese Entwicklung, hin zum großen Einschnitt, nicht
unerwartet kommt, aber doch insgesamt sehr weitreichende Auswirkung in alle
Mannschaften der Wasserballer hat. So sind die Ziele auch eher bescheiden und
an oberster Stelle steht erst einmal der Nichtabstieg. Dies wird kein leichtes
Unterfangen, aber aufgrund der bisherigen Vorbereitung sehen sich die
Schützlinge von Trainer Leißa gut für diese Aufgabe gerüstet.
Thomas Weissinger